Schutz
SPD fordert bessere Absicherung für Lebend-Organspender
Rhein-Main. (bo/ddp-hes). Die SPD hat einen besseren finanziellen Schutz für Lebend-Organspender gefordert.
Menschen, die anderen noch zu Lebzeiten Organe oder Teile davon spendeten, müssten genauso gut abgesichert sein wie Menschen, die sich impfen lassen, forderte der gesundheitspolitische Sprecher der SPD-Fraktion im hessischen Landtag, Thomas Spies, am Sonntag in Wiesbaden.
Impfschäden seien gut aus öffentlichen Mitteln abgesichert, da eine Impfung den Einzelnen und die Allgemeinheit schütze. Eine solche Absicherung müsse es erst recht für die Lebendspender geben, denn sie selbst «haben nichts davon, das Organ zu spenden», sagte Spies. Da Lebendspender ohnehin schon große gesundheitliche Risiken trügen, müsse es selbstverständlich sein, «dass die Gemeinschaft die wirtschaftlichen Risiken trägt», forderte er.
Die Spender, die zumeist eine Niere an Angehörige spendeten, setzten sich durch die Operation oft einem hohen gesundheitlichen Risiko aus, sagte Spies. Dies könne zu vorübergehender Arbeitsunfähigkeit führen. Auch der Abschluss von Lebensversicherungen sei für diese Menschen deutlich schwerer.
Die SPD habe schon 2006 auf das Problem aufmerksam gemacht. Per Landtagsbeschluss sei die Landesregierung dazu aufgefordert worden, im Bundesrat eine Gesetzesinitiative zu starten, erläuterte Spies. Da sich seitdem nichts geändert habe, habe die SPD nun eine Anfrage an die Landesregierung gestellt, warum sie nicht erfolgreich gewesen sei.
(ddp)
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