09.02.2010  08:16 Uhr
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Aktienmärkte vor einer Erholungsbewegung
US-Arbeitsmarkt Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im Januar 20Tsd.

Rhein-Main. Die US-Börsen vollzogen am Freitag einen sehr bewegten Handelstag. Der Dow Jones rutschte im Verlauf bis auf 9.835 Zähler ab um schließlich bei 10.012 Zählern ins Wochenende zu gehen. Die ausgebildete, extrem lange Lunte an der Tageskerze (kommt dem „Hammer“ sehr nahe) verdeutlicht, dass nach dem „Überschießer“ auf der Unterseite eine deutlichere Aufwärtsreaktion anstehen könnte.

Hierfür ist es jedoch erforderlich, dass die Widerstandsmarke bei 10.076 Zählern nachhaltig nach oben überschritten wird. Zunächst hatten die gemischt ausgefallenen Daten vom Arbeitsmarkt aber auch anhaltende Sorgen um die Finanzsituation einiger Euroländer das Sentiment belastet. In dieser Phase war die Nervosität förmlich spürbar, erst späte Käufe, insbesondere bei Technologie- und Rohstoffwerten, brachten ein wenig Optimismus zurück. In dieser Woche steht wieder eine ganze Reihe von Quartalsberichten zur Veröffentlichung an. Auszugsweise seien an dieser Stelle Electronic Arts, Loews, The Nasdaq OMX, Walt Disney, Biogen, Cognizant, NYSE Euronext, Coca Cola, Computer Sciences, Boston Scientific, Sprint Nextel, AutoNation, PepsiCo, Philip Morris, Viacom, Duke Energy erwähnt. Konjunkturdaten sind in dieser Woche Mangelware. Erst gegen Ende der Woche wird es ereignisreicher. Dann stehen die Veröffentlichung der US-Einzelhandelsumsätze für Januar (Donnerstag), die Industrieproduktion der Eurozone sowie die ersten Schätzungen der Bruttoinlandsprodukte Deutschlands, Frankreichs, Japans und der Wäh-rungsunion (Freitag) an und werden entsprechend die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Am Freitag setzte der Dax seine zuletzt etabliere Abwärtsbewegung fort.

Das Tagestief wurde bei 5.433 Zählern (3-Monatstief) ausgelotet und entsprach dem Schlusskurs, wodurch ein sogenanntes „closing tail“ ausgebildet wurde. Belastungsfaktoren waren auch hierzulande die Staatsverschuldung von Griechenland und Portugal und die Furcht vor weiteren Folgen. Am Nachmittag hatten die US-Arbeitsmarktdaten zudem für Irritationen gesorgt. Auffallend war, dass die Kursverluste von hohem Volumen, sowohl in der Kasse als auch beim Future, begleitet wurden. Keine Bran-che blieb verschont, jedoch gelang es der Henkel-Aktie (+0,24 %) sich ein wenig abzukoppeln. Größter Verlierer war das Papier von Infineon. Um 3,67 % ging es nach unten. Hierzulande stehen ebenfalls Quartalsberichte zur Veröffentlichung an. Zu nennen sind Dyckerhoff, Celanese, Douglas, Gerresheimer, Aurubis, Bilfinger Berger, Gildemeister, Infineon und ThyssenKrupp.

Die Vorgaben für den heutigen Handelsstart fielen leicht positiv aus, so dass heute zunächst mit einer Erholungsbewegung des Dax zu rechnen ist. Dennoch sollte nicht vergessen werden, dass die Abwärtsimpulsbewegung zuletzt sehr idealtypisch verlaufen ist, und Gegenbewegungen eher von kurzer Dauer sein sollte. Ein erster wichtiger Widerstand findet sich bei 5.536 Zählern. Angesichts der Tatsache, dass auf den heutigen Tag eine sogenannte Fibanocci-Time -Projection fällt, ist dem Dax-Schlusskurs heute eine besondere bedeutung beizumessen.

Weitere Informationen unter: www.helaba.de

Quelle: Volkswirtschaft Research/Helaba


 

(Redaktion)

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